Die Katastrophe (Al’Katas Pu’ranuth) - Bericht eines Außenstehenden

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Reichstadt Perricum, Mitte Hesinde 1039 BF

„Mein Seneschall, ja, es besteht Handlungsbedarf. Den letzten Berichten und dem Schreiben der Baronin zu Gnitzenkuhl folgten noch weitere schwere Schläge. Die Situation gerät außer Kontrolle und die Nebachoten scheinen die Ordnung allein nicht mehr herstellen zu können. So ist Haselhain nun auch im Ausnahmezustand, in den sich jetzt sogar Auswärtige aus Eslamsgrund einmischen. Die Situation in Brendiltal, die gegenseitige Belagerung des Bastardsohns des dortigen ehemaligen Barons und des Korbrunners, der den Säufersohn als Gallionsfigur führt, hält immer noch an. Doch konnten unsere Quellen dort tatsächlich Bewegungen gen Südwesten ausmachen. Eine kleine Truppe um des Korbrunners Sohn jagt dem Sohn des Reichsverräters, Hamar, mit dem sie zuvor kollaboriert hatten, hinterher, wir wissen nicht genau weshalb. Nur Gerüchte, dabei sind auch welche der schlimmsten Sorte – Unruhestifter im Sinne des Schattenmarschalls. Es heisst der Korbrunner wolle solch einen Verrat nich dulden und schickt deshalb seinen eigenen Sohn. Der nähert sich Haselhains Süden von Osten aus, hat schon den vorher zaghaften Junker von Eslamskesh auf seine Seite gezogen und will Hamar Cherk’avar stellen. Währendessen stoßen die verbündeten Haselhainer und Eslamsgrunder Truppen ebenfalls immer weiter gen Süden vor. Es scheint als wollten sie Cherk’avar in die Zange nehmen, aber ohne es zu wissen. Dieser windet sich, hat aber ebenso wie die Haselhainer und Brendiltaler angeblich mit Kleinstschlägen durch Aranier und Darrenfurter zu kämpfen, teilweise auch mit der Bevölkerung selber, die sich wegen verschiedenster Dispute ebenso hart angeht.

Doch die Darrenfurter ziehen sich auch angeblich von der Grenze zu Haselhain teilweise zurück, weil auch sie an der Südgrenze wohl Scharmützel mit Araniern fürchten, vielleicht sogar führen, ebenso über dortige innere Vorkommnisse. Da gehen die Berichte auseinander. Doch abrücken will der Darrenfurter dennoch nicht von seiner Forderung der politischen Würden. Ebenso wie etliche andere. Eigentlich gibt es mittlerweile so viele Anwärter, dass selbst die Nebachoten den Überblick verlieren. Vorallem in der einfachen Bevölkerung. Das Problem Gerbenwald Gnitzenkuhl kennt ihr ja schon, doch die Baronin ist, wie ihr wisst, entschlossen, es gibt erste Stimmen, dass sie nicht nur die Grenze zu Haselhain sondern auch die zu Gerbenwald schließen wird, weil die Nebachoten dort auch immer lauter werden, die Gnitzenkuhlerin bemängelt sogar den Einsatz des Landvogtes in Gerbenwald, ja angeblich äußert sie sogar öffentlich schlimmere Verdachte. Und selbst in Weißbarûn gab es nun größere Handgreiflichkeiten. Außerdem haben wir zuletzt gehört, dass sich die Ferkinas dort regen, vielleicht wollen sie die Gunst der Stunde nutzen?! Aber das schlimmste kommt noch, mein Seneschall. Just vor einem halben Stundenglas erreichte mich die Nachricht, dass nun die Truppen der Haselhainer, Eslamsgrunder, Hamars und des jungen Korbrunners zwischen Darasturm und Haselend aufeinander trafen. Wobei Hamar wohl gänzlich aufgerieben oder in kleine Truppen zersplittert wurde. Es soll totales Chaos geherrscht haben, da keiner so recht wusste auf wessen Seite sein Gegenüber steht. So kam es zu blinden Schlägen und Ausreissern, einige davon, wir wissen nicht wem zu zuordnen, übertraten gar die Grenze nach Aranien und vorallem Morganabad. Wo es Kämpfe mit den Darrenfurtern gab und letztlich versprengte Kämpfer in die Stadt eindrangen, dabei gab es sogar ernsthafte Verletzte, vielleicht sogar Tote, auf Raulscher Seite. Die ersten in diesem Konflikt. Ihr seht es ist Zeit zu handeln und einzugreifen, meine Seneschall.“

Der Angesprochene nickte nur und schaute gerade besorgt genug das man es wahrnehmen konnte. Dies wich dann aber der eigenen Entschlossenheit, denn er hatte bereits vor dem Bericht Boten gen Gerbenwald, Gnitzenkuhl, Arvepass und Vellberg entsendet.

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17. Hes 1039 BF
Bericht eines Außenstehenden
Ein kleiner Funke

Kapitel 45

Blutiger Abgang
Autor: Jan