Der Salzenforst 11

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Goswin drückte das Ohr an die Kristallwand, “Bei Firun, lass mich was hören“, bat er leise. War das Raims Stimme? Goswin konnte das kratzende Geräusch hören, das wohl die Stimme des salzenen Dschinns war und dazwischen die Stimme eines Mannes. Worüber unterhielten die sich? Er hörte Geräusche hinter sich und drehte sich um. Der Almadaner und der Söldner kamen die Treppe hinab. Beide sahen zufrieden aus. Während der Söldner einen dicken Rucksack trug, hatte der Magier nur eine Tasche über der Schulter. “Ich denken, wir haben uns genug umgesehen und können nun gehen. Wäret ihr so freundlich und würdet die Türe für uns öffnen?“ “Öffnen? Wie denn? Zudem sind meine Hände gefesselt!“, gab Goswin zurück. Der Almadaner nickte dem Söldner zu. Der zog einen Dolch und durchschnitt die Fesseln. “Ich schlage vor, ihr nehmt einen dieser hübschen Lichtspender“, er wies auf eine Fackel, “und haltet sie an die Wand. Wenn sich eine Öffnung auftut, dann rennt durch den Vorraum. Weiter reicht die Macht des Wesens nicht.“ Der Söldner unterstrich die oberflächlich freundlichen Worte mit seinem Dolch. Goswin nahm sich die Fackel und ging langsam zur Kristallwand. Das kristallne Gesicht erschien wieder vor ihm. Goswin hatte Hemmungen, dem Dschinn das Feuer ins Gesicht zu drücken. Nachdenklich betrachtete er das Gesicht. Was war das? Goswin war sicher ein Zwinkern gesehen zu haben. Für einen Moment wurde der Kristall auf einer kleinen Fläche durchscheinend und Goswin sah Raim dahinter stehen, einen Dolch in der Hand. Noch ehe er ihm irgendwelche Zeichen geben konnte hörte er hinter sich, “Mach schon!“ Zögernd hielt Goswin die Fackel vor sich.

Texte der Hauptreihe:
K11. Kapitel 11
1. Fir 1030 BF
Kapitel 11
Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12
Autor: Goswin