Der Plan des alten Löwen - Was ich dir schon immer mitteilen wollte …

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Eynweiher, 12. Praios - 1036 BF

Das Turnier ging weiter, nachdem der Turnierplatz wieder hergerichtet wurde. Schnell hatte das Publikum ihr Entsetzen über den Sturz vergessen. Schließlich war man hier um sich zu amüsieren und die Besten der Besten zu bewundern. Wenn man ehrlich war: Stürze mit Verletzen oder gar Toten gehörten irgendwie dazu. Einige der Besucher warteten auf solche Momente und bedauerten es richtig, wenn keiner vom Pferd gestürzt war.

Von solchen Gedanken fern zog sich ein, in den bunten Farben der Tsa gekleideter, Mann vom Turnier zurück. Er suchte einen Ort auf, wo er in Ruhe seine Gebete sprechen wollte. Zielstrebig suchte er die Örtlichkeit auf, die er bei seiner Ankunft in Eynweiher nach einigen Suchen gefunden hatte. Einen ruhigen Ort, der ein wenig versteckt in der Nähe lag.

Als er nur noch wenige Schritte entfernt war, vernahm er die üblichen Geräusche, die ein Paar bei ihrem Rahja-Spiel von sich gab. Seufzend hielt er kurz inne, beschloss aber doch zu stören. Dieser Ort war nicht nur gedacht gewesen für seine Gebete, sondern sollte auch als Treffpunkt mit seinen Kindern dienen. Er näherte sich geräuschvoll, um den beiden die Chance zu bieten ihn zu bemerken. Dann hörten auf einmal die Geräusche auf und der Geweihte schaute auf einmal in zwei Gesichter die aus einer Ecke hervorlugten und ihre unbekleideten Körper teilweise verbargen.

„Tsa zum Gruße“, grüßte der Geweihte. „Verzeiht, dass ich euch störe. Normalerweise würde ich sagen: <Macht ruhig weiter> und mich zurückziehen. Ich benötige aber diesen stillen Ort, um zu beten. Sucht euch bitte einen anderen Ort auf, wo ihr weitermachen könnt.“

Die Beiden waren zu verdutzt, um eine Antwort zu geben, taten aber dann Das, was ihnen geheißen wurde. Nachdem sie ihre wenige Kleidung, was dem heißen Wetter geschuldet war, wieder angelegt hatten, ließen sie den Geweihten allein.

Als er sich sicher war, alleine zu sein, fing er an zu beten. Sein erstes Gebet war an Tsa gerichtet, dass sie seiner Kameradin von einst baldige Heilung schenken würde. Bei seinem nächsten Gebet wurde ihm ganz warm ums Herz. Er dachte an sein geliebtes Weib und die Mutter seiner Kinder und für einen kurzen Moment war es für ihn so, als wäre er bei ihr. Gedanklich strich er ihr über das Haar und flüsterte ihr dabei ins Ohr. „Jetzt“.