Geschichten:Der Hof der Burggräfin - Zurück aus Puleth

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Kaiserlich Ochsenblut, Schloss Ochsenblut, Efferd 1035 BF




Zurück von der Reise nach Puleth und einem kurzen Abstecher in das heimatliche Heiterfeld überprüfte Voltan die Fortschritte. Alle gegebenen Anweisungen waren zur vollen Zufriedenheit erledigt worden.

Die Antwortschreiben der favorisierten Personalien waren zurückgekehrt. Der bekannte Heraldiker Koun von Eberstedt, ein landloser Edler, hatte ohne Umscheife seine sofortige Zusage gegeben. Voltan hatte ihn nur einmal in Raulsknochen auf der Warenschau getroffen, wo er ihm von Lomena als Koryphäe auf seinem Gebiet vorgestellt wurde. Zwar war ihm dieser etwas zu sehr von sich selbst überzeugt, aber Voltan vertraute auf den Rat seiner Freundin. Als Zeugmeister hatte man sich, mit Kolran von Treuenbrück, für den Sohn eines Bruders des Ochsenbluter ersten Ritters Rado von Treuenbrück, entschieden, der auf einer Kadettenschule sein Handwerk erlernt hatte und sich vor einigen Jahren einen ordentlichen Ruf in Waldstein gemacht hatte und ein geschickter (und listiger) Taktiker war der auch mal nicht den geradesten Weg ging. Auch dieser hatte die neue Herausforderung dazu bewogen ein klares „Ja.“ zu geben und würde er in einigen Tagen in Ochsenblut eintreffen. Das Schreiben bezüglich eines Vogtes für burggräflich Ochsenblut hatten sie letztendlich nicht abgeschickt bzw. die Burggräfin und Voltan waren zuletzt übereingekommen diesen Posten dem Schreiber Erbsenzähler zu überantworten und Voltan hatte es sich nicht nehmen lassen dem humorlosen Erlan die Nachricht selber zu überbringen und dieser hatte sogar für einen kleinen Moment tatsächlich seine Fassung verloren. Voltan lächelte bei dem Gedanken an das Gesicht des Schreiberlings als in dem Moment.

Und auch das letzte Schreiben war mit froher Kunde gerade erst gestern aus dem Firunkloster St.Radul angekommen. Und bestätigte, dass man alsbald einen Geweihten an den Hof schicken würde um dort vorstellig zu werden. Zuerst hatte Voltan an einen Rondrageweihten gedacht, aber die Burggräfin hatte ihn, zu Recht, auf die Bedeutung der Firunkirche und ihres Heiligen Radul Ochsenhäuter in Ochsenblut hingewiesen und er hatte deshalb ein Schreiben gen St.Radul geschickt.

Und in anbetracht dessen was ihm seine Freundin Lomena auf der Reise nach Puleth anvertraut hatte, war das wohl die richtige Entscheidung gewesen. Meinten Lomena und Praiowart in Kuppelblick doch tatsächlich den uralten Kaltensporn wiederentdeckt zu haben, den sie demnächst der Firunkirche wieder übergeben wollten.

Wie groß diese Entdeckung wirklich sein sollte konnte Voltan zu diesem Augenblick noch nicht ahnen und so setzte er sich an die nächsten Aufgaben. So fertigte er ein Schreiben für den Verwandten der Burggräfin, den Magier Thimorn vom Erlenstamm, den die Burggräfin zwar nicht als Hofmagier aber als zu kontaktierender Berater in magischen Belangen zur Verfüngung im erweiterten Kreis des Hofes wissen wollte. Und eines an einen geeigneten Kandidaten als Baumeister für das neue Schloss, von dem Voltan nur Gutes in Puleth gehört hatte, Aurentian Hal von Feenwasser und sogleich einen Kontakt über seine Schweter Salina Wilimai von Feenwasser geknüpft. Während er es dabei ruhig angehen ließ genehmigte er sich ein paar Pfeifchen und rief dann nach Erlan Erbsenzähler, mit dem er dann auch noch einiges Weiteres besprach.