Der Handschuh des Kaisers - Stets zu Diensten, Hoheit

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Burg Alrikshorst, zwei Wochen später

Wie er sich wand! Herrlich! Gerwulf kostete den Anblick aus, es war aber auch eine Pracht. Vor ihm auf dem hochlehnigen Stuhl im Remter des Alrikshorst rutschte der Reichsrat für das Kriegswesen hin und her und rang die Hände.

„Wie soll ich … was soll ich?“, jammerte Horbald von Schroeckh.

„Ihr sollt mit Reichssiegel und allem Pi-pa-po den Panzerhandschuh fordern, erlangen und wiederbeschaffen.“

„Ja, aber er ist doch gar nicht weg! Ihr habt doch selbst eben gesagt, dass er in Puleth liegt.“

„Nein, auf Aldengrund. Das liegt daneben, Schroeckh. Daneben.“ Dieses Adverb passte vortrefflich auf den alten Schneck, die Schranze. „Ihr ward doch lange genug in Puleth, um Euch da auszukennen.“

„Ja – hehehe – damals war das ja alles auch noch Puleth, aber nun … aber jetzt … aber heute …“

„Egal, Schroeckh, die Kaiserin hat’s mir gesagt: Beschaff den Handschuh.“

„Sie hat gesagt, ich soll den Handschuh …?“ Schroeckh schnappte heftig, weil seine Selbstbedeutung sich aufzuplustern schien, weil die Kaiserin seinen Namen …

„Nein – ja, Herrpraios! Regelt das. Mit Siegel und allem. Ihr kennt den Aldenrieder ja. Macht es wasserdicht.“ Gerwulf wedelte mit der Hand, wie um eine Wespe zu verscheuchen, Schnecken aber wurde man so nicht los, weshalb es noch eine ganze Weile dauerte, bis er das letzte „… stets zu Diensten …“ des Schnecks zu hören bekam.