Der Götter Werk und Yolandes Beitrag – Märchenstunde (Fünfter Teil)

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Donnerhof, Anfang Ingerimm 1042

Nella blickte betreten drein.

Yolande schaute sie an.

Nella schluckte schwer.

Yolande schaute sie an.

„Frau...“, brach das Mädchen da endlich ihr Schweigen, „... von Raukenfels?“

„Ja, Nella?“

„Ich... ich kann nicht... lügen“, stammelte das Kind, „Ihro Gnaden würde mir sehr böse sein...“

Die Ritterin nickte zustimmend: „Das würde sie.“

„Sie würde mir das nie verzeihen.“

Wieder nickte Yolande.

„Aber...“, fuhr das Mädchen fort, „... aber ich kann auch nicht die Wahrheit sagen.“

„So?“, hakte die Raukenfelserin nach.

„Kann ich einfach nicht.“

„Warum?“

„So halt.“

„So halt...“, wiederholte Yolande, „Das ist kein Grund, das weißt du.“

Nun zuckte Nella mit den Schultern: „Und... was machen wir jetzt?“

„Nun“, hob Yolande da an, „Ich schlage vor, dass ein jeder von uns schweigt.“

„Oh ja, das machen wir!“, eifrig schüttelte das Mädchen den Kopf.

„Du schweigst über deine Ausflüge und ich schweige über die Umstände, in der sich deine Mutter befindet...“

„Über meine...?“

Die Raukenfelserin nickte: „Über deine Ausflüge nach Schloss Dryadenstein.“