Das neue Haselhain - Ein schöner Land zu dieser Zeit II (Nicht so schön)

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Junkertum, Dorf und Gut Schönbartheim, Ende Travia 1040 BF

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Der Lebemann und Junker schien geendet zu haben und erwartete nun augenscheinlich eine Regung, seine Gemahlin Maia, die diese Rede schon ein Dutzend mal gehört hatte, lächelte ihren Gatten milde und liebevoll an, er war ein Mann mit einfachen Bedürfnissen, aber dafür wog er dies mit seiner Gutmütigkeit und Freude wieder auf. Auch seine Tochter Fatime, Gemahlin des Barons, lächelte ihren Vater freudig zu: „Das szind wundär‘barä Plänä Va‘tär, dain Sohn in Rahdjäns Namän wird ärfreut sain szu horän wie du hier im Klainän sainä Vision däs neuän Hassal’hans aufnimmst, als treuär Freund sainär Familiä und Vasall Hassal’hans.“ Flüsterte die Baroness lieblich und ausgeschmückt sanft und strich dabei ihrem geliebten Vater über die Wange, ein Mann wie er würde es in der Politik nie zu viel bringen, aber in Al’Veran aufgrund seiner Herzenstiefe einer der Götter Liebsten sein, auch wenn der Herr Phex sich erst an seinen bisweilen schrecklichen Humor gewöhnen müsste.

Nur Rashid lächelte etwas gekniffen drein. So dass sein Vater, dessen Erbe Rashid nun war, ihn, nach einem miesen Witz über Zitronen, aufforderte über seine Sorgen zu sprechen. Rashid, der erst vor wenigen Tagen angereist war, antwortete prompt und ehrlich: „Värzaihä mir gäliebtär Vatär, doch värwailtä ich so äwgä Zait an där Saitä däs Marben
„Perricum:Alrik von Al’Barbar’Tar. Ich hörä dich nur von Schonhait und solchän Dingän sprächän, doch wo blaibt da unsär Ärbä? Die Nebachosja sind äntzwai, wir värlorän IHRE Gunst ain waitäräs Mal, viellaicht sogar die Gunst ihräs Sohnäs obändrain. Die Waisän und Priestär gäbän nicht die Antwortän die wir horän wollän odär bäfähdän sich und du und gar där [Briefspieltext mit::Perricum:Selo von Pfiffenstock“ kann nicht als Seitenname in diesem Wiki verwendet werden.
sprächän von Kunstän und Wissänschaftän? Was soll das, ich värstähä das nicht?“

Mit einem Gesichtsausdruck zwischen Enttäuschung und väterlicher Sorge schaute der Vater der so garnicht seinem Sohn gleichen wollte mit festem Blick an. „Main Sohn, ich wais all diesä Dingä sind nicht laicht szu värstähän. Wie auch där Tod dainäs Brudärs, wo där Rabä doch hättä mich nähmän konnän. Doch was wissän wir schon von där Gottär Willän. Ich jädänfalls värsuchä Ihnän so gut äs gäht szu gäfallän. Ihr Wäg wird sich uns schon äroffnän, doch dies gäschieht nicht von Heut auf Morgän. Unsärä Ahnän straitän sich schon said vielän Jahrhundärtän darum warum SIE uns värliess und nun ain zwaitäs Mal ihrä Gunst värsagtä und diesäsmal nicht nur dän unsärän. Und so wollen ich und där Marben zwischän all diesäm Zwist ain Zaichän där Ruhä und Värsohnung sätzän. Dänn waisst du äs gibt nich nur die Gottär däs Kampfäs, diesän habän wir wahrlich in dän lätztän Jahrän genug gähuldigt, äbänso däm Rabän. Äs wird Zait fur ainän Neubäginn, där Jungän und där Schonän zum Wohlgäfallän und so äs där Marben wunscht auch där Schlangä. Dies zumindäst ist mainä Aufgabä, dir abär stäht ainä andärä bävor. Darubär wolltä ich ohnähin mit dir sprächän, main Blut.“

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Der Junker blickte von Rashid hinüber zu den anderen Familienmitgliedern, besonders Fatime, dann lud er sie mit einer einfachen Geste ein mit ihm etwas über den Schönpfad zu wandern. Als sie dem Trubel des Dorfes entkommen waren und sich allein wähnten sprach Junker Can weiter zu seinem anscheinend immer noch nicht ganz zufriedenen Sohn: „Rash‘yid, MAIN Sohn, MAIN Blut. Ich mag nicht där Vatär sain dän du gärnä dain aigän nännän wurdäst, abär ich bin där ainzigä dän du hast. Dain Brudär ist nun in ainäm neuän Läbän, dainä Schwestär Dalyah hadärt mit däm Härrn Boron. Die Familiä braucht dich nun, där Marben hat uns unserär Treuä wägän ainä großä Ährä ärwiesän. Nicht nur dass ainä där unsrigän an sainär Saitä sitzt, nain, är hat dich szum Kaphathan där Wolfä gämacht und das äntgägän alläm was dagägän spricht. Dänn nichtainmal ich waiss was där Kor‘brunnär Bluthund dir aingätichtärt hat odär abvärlangt. Du warst langä fort, das hast du sälbst gäsagt und där Kor’brunnär ist von andäräm Holz. Doch gämahnä ich dich daran dich zu ärinnärn wo dainä Wurzäln liegän. Dänn hier kommst du här und hier wirst du blaibän. Nach däm Tod dainäs Brudärs wirst du mich bäärbän, wenn auch ich därainst die Schwingän horä.“, der Junker schluckte einmal heftig und sein Schnurrbart bebte, er war ein rührseliger Mann, auch wenn oder gerade weil er in diversen Schlachten gefochten hatte. Er war keiner dieser starhalsigen Harthunde und dennoch hatte er sich immer irgendwie durchgesetzt.

In die kurze Stille fuhr Fatime ein, mit einem Unterton, der neu war in ihrer wundervollen Stimme, ein überlegener Ton: „Außärdäm kannst du so dainä gäliebtä Schwästär und nun auch Marba schutzän. Doch dies soll nicht alläs sain, Brudär, Härz außärhalb mainär Brust, nicht nur Ährä und Familiä sollän dain sain. Äs ärlaubt dir dich gänzlich frai szumachän von diesäm Tyrann und Sultanist. Är wird dir sichärlich ainigäs mitgägäbän habän, wail är glaubt du wärst sain und ich will auch garnicht wissän wälch Ainflustärungän är dir ins Ohr kommandiertä. Doch wänn du schon von IHR und ihräm Sohn sprichst, bäwaisa wahrä Stärkä und mach dich frai von däm Mann där dainä Großä schon immär värkannt hat. Ich waisz, main Brudär, geliebtär, du bist kainär diesär blutrunstigän Schlächtär. Zaigä ihm was ain wahrär Ammayin ist, alläs andärä wärä ainä Schandä.“