Das neue Haselhain - Brieffreundschaft II

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Ein Brief geht ein an die Edle von Altmark auf Darasturm, Anfang/Mitte Hesinde 1040 BF

Verehrte Anverwandte,
 
 
 
 
die gewohnte Regelmäßigkeit treibt mich erneut zu einem Bericht aus Hassal’han, dem wohl größten Laiendarstellerkabinett des Reiches.

Nur ist man sich hier noch nicht einig ob die Hohen Herrschaften gerade eine Komödie oder eine Tragödie aufführen, ein jämmerliches Schauspiel so oder so. Wie dem auch sei, Missgunst und Misstrauen herrschen vor in der Festung der Säbel, weshalb Euch auch dieser Brief verspätet erreicht. Ebenso der Himmelsstein, der bald folgen soll. Doch will ich nicht riskieren dass er in die Hände dieser Hesindegeküssten fällt.

Die Fronten hier verhärten sich – das beherrschen sie alle – der Baron und seine Märchenerzählerin jagen ihrem romantischen Traum nach – herzerweichend – und machen sich Feinde. Die umgehend traditionell stümperisch vorgehen, nur eine Frage der Zeit wann diese Ewiggestrigen auffliegen. Zumal sie sich darüber hinaus selbst durch eine simple Finte des Barons spalten ließen – geistreich.

Dies sollten wir nutzen, doch seid Ihr wohl nicht die richtige dafür – lasst unseren Falken dies übernehmen – so können wir die Initiative ergreifen, bevor mein Herr – ich lache – es gänzlich tut, auch oder gerade weil es dessen Plänen mit dem Darrenfurter in die Hände spielt.

Mir ist nur all zu schmerzlich bewusst wie wenig Euch, als Frau der Schlange, solche Winkelzüge wichtig erscheinen mögen, genau deshalb sollten wir den Falken einbeziehen, bevor die Gelegenheit vergangen ist. Wendet den Blick nur einmal zum Fenster aus Eurem Studierzimmer, zum Wohle der Familie – ich erkenne diese Gabe in Euch, ihr müsst sie nur nutzen.

Ihr wisst wie ungern ich um soetwas bitte und wie wenig mir daran gelegen ist Euch als Mittlerin zum weltlichen Falken zu umgehen.

Und so, verabschiede ich mich vorerst um mich erneut meinen wahrlich großen Aufgaben hier zu widmen.
 
 
 
 
Euer treuer Anverwandter aus der Blüte der Schauspielkunst

Gegeben Anfang des Hesindemonats 1040 BF

Etwas angefasst hielt die Gelehrte das Pergament über eine brennenende Kerze und es darin in Flammen aufgehen. Dann atmete sie durch und sann eine geraume Zeit nach, um schließlich ein eigenes Schreiben an ihren Verwandten in Dürsten-Darrenfurt aufzusetzen, welches sie kurz darauf einem vertrauenswürdigen Boten aushändigte.