Das Höllenwaller Aufgebot

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Endlich waren auch die letzte Teilnehmer angereist und hatten für Aufregung und Überraschung gesorgt. Stolz wenn auch ermüdet durch den langen eiligen Ritt waren die Märker Barone von Finsterrode und Quastenbroich, zusammen mit dem Junker von Boronshof, dem Waffenmeister von Schnaytach und einem halbelfischen Jäger angereist. Genau einen Tag vor dem Aufbruch trafen sie ein, den der Höllenwaller und seine Verbündeten konnten und wollten nicht länger warten, bevor Firun den Wall unpassierbar machte. Ehrenhaft überbrachten sie dem Baron von Gallstein ihre Anteilnahme über den Tod der Gattin, dann freute man sich das Wiedersehens und plauderte über die letzten Ereignisse.

An diesem Abend, des 11 Boron, eines sonnigen und milden Tages gab der Baron von Höllenwall im Palas der Burg ein Festessen, welches er mit seinen hohen Gästen einnahm. Den Soldaten und Begleitern lies er Wein, Bier und Fleisch bringen, den die nächsten Tage würden weit entbehrungsreicher sein.

Und während des Festessen traf unerwartet der letzte Gast ein, Bunsenhold von Waldtreuffen, ein herzoglicher Landvogt aus Weiden und guter Freund Malepartus' seit der Turney zu Trallop, dem dieser seine Schwester Malepia versprochen hatte. Als nun das Festmahl begann, bedankte sich der Baron von Höllenwall für die große Unterstützung bei den Anwesenden, als ein Zeichen und Symbol für die erstarkenden Kräfte innerhalb Garetiens und eines wachsenden Bewusstsein des Zusammenhaltens! Anschließend wurde Gezecht und Gefeiert und die Ferkinas entrückten für einen kurzen Augenblick dem Sinn der Gäste.

Am nächsten Tag dann wurden die Zeltlager an den Ufern vor den Mauern Nymphenhall abgebrochen, und die Verbündeten machten sich marschbereit. Viel Volk aus der nahen Stadt und den Dörfern waren angereist um die große Schar an Ritter und Soldaten zu sehen und jubelten den Edelleuten zu. Vor einem flachen Hügel unweit der Burg nahmen die Truppen Aufstellung, ein wahrlich prachtvoller Anblick.

Stolz blickten die Alriksmarker Landsknechte unter dem Banner der Burggräfin Ginaya von Luring-Gareth der aufsteigenden Sonne hinter dem Wall entgegen. Daneben reihten sich die Lanzen der Höllenwaller und Gallsteiner Gardisten, allesamt finsterblickend und kampfbereit! Dann folgte das Aufgebot der Zornesritter und der sich ihnen angeschlossenen Ordensleute vom heiligen Sturm. Deren polierten Waffen und Rüstungen im Sonnenlicht herausfordernd funkelten. Zuletzt die Barone, Junker und Edelleute welche nur mit kleiner Bedeckung angereist waren. Besonders die bunte Schar um den Junker vom Dragenfels, mit ihren sehr handwerklichen Trachten sorgten für Heiterkeit unter dem Volke.

Ein Dutzend prachtvoller Banner und Standarten streckten sich dem Himmel entgegen und warteten darauf dem Wall entgegenzuziehen. Doch der Baron von Höllenwall war noch nicht erschienen, mit ihm fehlten auch Burggräfin Ginaya und der Baron von Gallstein. Denn innerhalb der Burg nahm Baron Malepartus Abschied von seiner schwangeren Frau Ondiani und seiner Familie. Nicht ohne noch die eine oder andere Anweisung zu geben. Dann ritt der Höllenwaller mit seinen Freunden hinaus zu dem versammelten Aufgebot.

Dort auf seinem kraftvollen Rappen sitzend hielt er eine kurze Ansprache, in der er über ein deutliches und hartes Exempel sprach, welches man an den Ferkinas statuieren müsse. Gleichzeitig machte er klar das er innerhalb dieser Vergeltungsmaßnahme das Kommando führe, und keinen Disziplinlosigkeit dulden würde. Rat und Einwände wiederum allein durch die anderen Adeligen unter Umständen zu berücksichtigen. Deutlich machte der Baron, dass der Raschtulswall eine äußerst gefährliche Gegend sei, und man jederzeit mit einem Angriff der Barbaren oder schlimmeren rechnen musste. All dies gab er den Versammelten zu wissen, und stellte es ihnen frei nochmals umzukehren.

Dann gab er das Zeichen und ein gutes Hundert an Rittern und Soldaten setzte sich unter dem Jubel des Höllenwaller Volkes in Bewegung, dem Wall entgegen.