Das Große Kabinett - Schroeckh tritt zurück

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Auftakt des Großen Cabinetts

Staatsrat von Schroeckh tritt überraschend zurück!

Mit diesem Auftakt hat keiner gerechnet: Noch vor dem eigentlichen Beginn des Großen Cabinetts tritt Staatsrat Horbald von Schroeckh völlig überraschend zurück. Die Nachfolge ist somit zum wichtigsten Tagesordnungspunkt der Versammlung geworden.

Auenwacht, Gerbaldsmark Die ersten Stunden des Großen Cabinetts verliefen nach Plan – aber nur diese! Der Adel Garetiens war so zahlreich wie selten angereist und durch die Adligen aus den ehemaligen garetischen Grafschaften Perricum und Greifenfurt verstärkt worden. Zu Beginn verlieh Staatsrat Horbald von Schroeckh den versammelten Alriksrittern Orden zu allerhöchste Ehren für ihre Queste nach den Gebeinen des Heiligen Kaisers. Anschließend hatte Hagen Leonimus von Schwertwacht, Höchster Waffenmeister des Zornesordens, den rondrianischen Segen über die Cabinettstjoste erfleht und gespendet.

Doch dann kam es zum Eklat: Aus einer nichtigen Meinungsverschiedenheit zwischen Markvogt Barnhelm von Rabenmund und dem Staatsrat erwuchs sich ein kurzer Disput mit schallendem Ende: »Macht es doch einfach selbst. Ich lasse mich nicht mehr herumschubsen. Ich kündige. Seht zu, wie Ihr einen neuen Dummkopf findet «, hatte Schroeckh dem Markvogten entgegengeschleudert und sodann die Amtskette vor die Füße des Rabenmunders geworfen, wohin alsbald das Weinglas folgte, das Barnhelm vor Schreck aus den Fingern geglitten war.

Staatsrat dringlicher als Marschall

Damit ist die politische Führung Garetiens bei Beginn des Großen Cabinetts sozusagen kopflos! Angesichts des Gezerres, das es in der Politik unserer Heimat seit langem gibt, ist die Besetzung der Position des Staatsrates von allerhöchster Bedeutung – womöglich wichtiger als die Ernennung eines Marschalls, den wir erst in ein paar Jahren benötigen. Der Staatsrat bestimmt die Leitlinien der Politik und setzt die Kompetenzen des Zedernkabinetts ein. Der jetzt zurückgetretene Staatsrat hat zwar stets las schwach und wie fremd gesteuert gewirkt, doch reißt er nun eine Lücke, mit der keiner gerechnet hatte – und die gefüllt werden muss.

Wenn wir an die Vorgänger Schroeckhs denkenn, Praiodan von Luring und Alwene von Gareth-Hartsteen, dann erinnern wir uns an Führungspersönlichkeiten in schwierigen Zeiten, die Garetien maßgeblich geformt haben. Alwene war Reichserzkanzlerin gewesen und ein politisches Schwergewicht erster Garnitur, die erst durch die Wirrnisse der Answinkrise in Bedrängnis geriet. Angeblich das Menzheimer Alter kostete sie dann ihr Amt, das sie nach dem Schlachtentod ihres Vorgängers in der Ogerschlacht angetreten hatte. Ihr Nachfolger war der gestrenge ehemalige Inquisitor und Praiosgeweihte Praiodan von Luring, der ab Tsa 1020 BF die Geschicke Garetiens lenkte. In seine Amtszeit fallen die Dritte Dämonenschlacht, das Massaker von Mühlingen und die Schlacht auf dem Mythraelsfeld, der Tod von König Brin und Regentin Emer. Den Tod fand er am Rand der Schlacht in den Wolken.

Was bleibt von Schroeckh?

Nach mehr als drei Jahren war Schroeckh zu Neujahr 1031 BF sehr überraschend Staatsrat Garetiens geworden. Nur wenige Wochen zuvor hatte der damalige Reichsvogt von Puleth noch wegen Hochverrats vor Gericht gestanden, um dann zu höchsten Ämtern aufzusteigen. Die Amtsführung Schroeckhs war von Anfang an kritisiert worden, er galt als schwach und willenlos. Eigentlich fragte man sich in der Hauptstadt eher, wer wohl hinter dem rasanten Aufstieg Schroeckhs stand und wer ihn ins Amt protegiert hatte und auch weiterhin lenkte.

In Schroeckhs Ägide eskalierten die Konflikte der Adelshäuser, der Streit zwischen den Alten und den jungen Häusern, wie er beispielsweise auch die Natterndorner Fehde kennzeichnete. Schroeckhs Position hier war stets die der Neuadligen. Es steht also zu vermuten, dass seien Unterstützer hier zu suchen gewesen sind. Was aus dem ehemaligen Staatsrat nun werden wird, ist völlig ungewiss. Schroeckh hat keine anderen Ämter oder Lehen und wird wohl von der Unterstützung entweder seiner bisherigen Gönner oder seiner Familie leben müssen. Vielleicht aber alimentiert ihn die Krone für seien vier Jahre an Garetiens Spitze.

Ohne Staatsrat kein ordentlicher Ratsschluss

Diesen Satz hatte Schroeckh als letzten ausgesprochen und damit den Nagel auf den Kopf getroffen: Spätestens für den Ratsschluss braucht es einen neuen Staatsrat, den zu berufen das Große Cabinett vorschlagen wird.

Spannend ist, dass dieses Mal die Besetzung dieser Personalie nicht in Hinterzimmern ausgekungelt werden kann - zumindest nicht fernen Zimmern -, sondern in Auenwacht innert vierer Tage.

Schon jetzt hat sich das Bewerberfeld konsolidiert, das aus vier Personen besteht, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Alten Häuser schicken den Reichsforster Horulf von Luring ins Rennen (Praiodans Bruder), zu den ehrgeizigen Amtsadligen zählt Pfalzgraf Parinor von Borstenfeld. Einen tragischen Helden von höchstem Ansehen stellt der Kriegsinvalide Lanzeslaus von Ruchin dar. Und mit gravitätischem Impetus steht auch Baron Alrik von Gareth bereit.

Einer der Vier wird es werden. Der Herold wird berichten.

Jagodar von Galothini

GG&P-Con 2012 Garetien-, Greifenfurt- und Perricum-Con 2012

Dieser Artikel verweist auf die Handlung des GG&P-Cons 2012.