Blutige Berichte

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Die ganze Zeit während sich der Baron von Höllenwall die Berichte anhörte, war sein Gesicht verdunkelt, als könne er das Geschehene nicht begreifen. In düstere Gedanken gehüllt schüttelte er immer wieder den Kopf, doch dann raffte er sich auf und wandte sich an die Adeligen.

„Bei Praios gerechtem Zorne, wir haben es einem verachtungswürdigen Feind zu tun der keine Gnade verdient. Doch hier nun umzukehren wäre der größte Fehler, kämen sich doch die Barbaren dann als Sieger vor. Und vielleicht besteht noch Hoffnung die anderen Ordensritter zu retten, auf der anderen Seite des Geröllshaufens. Wollen wir hoffen das sie nicht den Ferkinas zum Opfer gefallen sind. Wer will und mag soll nun mit mir reiten, es bleibt dabei den Unterschlupf auszuheben. Und sofern es der Götter Wille ist in zwei Tagen das Winterlager auszuheben.. Tod allen Ferkinas!“

Damit setzt sich der Höllenwaller auf sein Pferd und gab seinen Leuten entsprechende Zeichen. Wortlos reihte sich der Gallsteiner ein und auch die restlichen Adligen zögerten nicht. Stumm gab der Wächter Sturmfels die Anweisung, und auch die Ordensritter sattelten ihre Pferde. Mit grimmigen Gesichtern folgten sie den Adeligen und machten ihrem Namen alle Ehre, so sehr blitze der Zorn in ihren Augen. Niemand bot dem Junker von Dragenfels ein Platz auf einem der Pferderücken an.

Nach über zwei Stunden erreichten die Reiter ein kleines, aber breites Tal, mit wenigen Wiesen und steilen Hängen. An der linken Felswand führte ein schmaler Sims die Hänge hinauf. Doch der Zorn der Reiter fand kein Ziel, das Tal war bereits verlassen worden. Der Elf jedoch entdeckte zwei frische Feuerstellen und schwache Spuren die den Trampelpfad hinaufführten. Das Tal hatte im groben eine Dreieckige Form, und an der linken Ecke mündete die Klamm hinein. Dort war ein grausiges Gerüst aufgebaut worden, an ihm hing der Leichnam der Ritters Janko Janeff, die Hände auseinander gezerrt nach oben gebunden hatten die Barbaren ihm den Bauch aufgeschlitzt. Schweigend schnitten die Ordenritter ihren Bruder ab. Doch von den restlichen Mitgliedern fehlte jede Spur, einzig die Pferde waren in die Klamm getrieben worden, unter ihnen auch der Gaul vom Drakenfelser.

Die Spurensuche des Elfen und Makalh ergaben das gut ein Dutzend Fußspuren den Sims die Felsen hinaufführten, zum Teil mit hinter sich hergeschleiften Lasten. Doch es war unmöglich den Pfad mit den Pferden zu folgen, und die Verbrecher hatten mindestens 3-4 Stunden Vorsprung.

Mit kalter Stimme fragte der Baron von Höllenwall seinem Späher Makalh: „Wohin führt dieser Pfad!“ und der Barbar antwortet ihm furchtsam, das der Weg über Umwege zum Winterlager führte.

Dann ritten sie grimmig zurück, die Ordensleute hatten den Leichnam unter einigen Steinbrocken provisorisch bestattet, sie wollten ihm auf dem Rückweg abholen.

Am Taleingang waren inzwischen die Fußsoldaten eingetroffen. Man schlug das Lager auf und stellte viele Wachen in alle möglichen Richtungen ab. Der Baron von Gallstein berichtet mit gefasster Stimme der Burggräfin das Gesehene. Dann wurde beraten und einstimmig der Beschluss gefasst das Winterlager so schnell wie möglich zu stürmen.

Die almadischen Söldner sagten zu alledem kein Wort, zu niemand. Doch in ihren Augen sprach eine andere Stimme: „Na, haben wir’s nicht gesagt!“