Aus den Tiefen des Waldes - Gedanken

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Burg Leustein, Baronie Linara, 5. Namenloser auf den 1. Praios 1043 BF

Ein Weinen schreckte Tahlmare aus Ihren, von Alpträumen geprägten Schlaf. Aus dem Schlaf gerissen, blickte sie um sich. Das Weinen kam von ihrer Jüngsten. Bevor sie aufstand, um nach ihr zu sehen, warf sie einen Blick, auf die andere Seite des Bettes, das kalt und leer war. Seufzend stand sie auf, um zur Wiege zu gehen. Ein „Sensibar“ verriet ihr, dass die Kleine keinen Hunger hatte oder ein Windeltausch vonnöten war. Dann nahm sie das weinende Kind heraus und fing an, es in ihren Armen zu wiegen. Leise fing Tahlmare an, ein Kinderlied zu summen. Das zeigte Wirkung. Die Kleine wurde leiser, leiser und verstummte, um der Melodie zu lauschen. Tahlmare war aufgewühlt, vom dem was sie geträumt hatte. Das Lied, dass sie ihrer Tochter vorsummte, fing an, seine beruhigende Wirkung auch auf ihr sich auszudehnen. „Woher kannte sie das Lied?“ fragte sie sich im Gedanken. „Richtig, im Traum.“, gab sie sich selbst im Geiste die Antwort. Sie fing an ihre Gedanken zu ordnen, dass was sie im Traum gesehen und gehört hatte. Dann wurde sie von ihrer älteren Tochter unterbrochen „Mami, ich kann nicht schlafen“ verkündete sie in einem weinerlichen Ton und kam zu ihrer Mutter, um sich an ihr zu schmiegen. „Och Mäuschen…“ entgegnete sie ihrer älteren Tochter und unterbrach dabei das Singen. Das gefiel ihrer jüngeren Tochter nicht. Bevor es zu laut wurde, setzte Tahlmare das Summen des Kinderliedes fort. Sie nahm ihre ältere Tochter, die inzwischen fast im Stehen eingeschlafen war beiseite und schob sie in Richtung ihres Bettes. Schlafwandelnd legte sich ihre ältere Tochter ins Bett. Tahlmare folgte ihr, das Kleinkind haltend. Dann lagen alle drei im großen Bett, Platz genug war ja. Während sie zwischen ihren beiden Töchtern lag und das Lied weitersummte, dachte sie nach. Dann kam sie zu dem Schluss, dass es nur einen Weg gab…