Aus den Tiefen des Waldes - Aufbruch

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Burg Zweifelfels, Baronie Zweiflingen, Praios 1043 BF

Es herrschte Aufbruchstimmung auf der uralten Stammfeste der Familie Zweifelfels. Baron Gisborn hatte sich entschlossen nur mit kleiner Bedeckung nach Silz zu reiten um seinen Visionen auf den Grund zu gehen.

„Meister Jondrean, sind alle Vorbereitungen getroffen?“ Mit wehenden Umhang schritt Baron Gisborn den langen Gang entlang. Dicht gefolgt von seinem Leibpagen Alarion.

„Ja, Herr.“ Der altere Mann war schon sichtlich außer Atem. „Obwohl der Hauptmann zu bedenken gibt, zumindest eine Hand voll Eurer Hausritter … .“

„Nein“, unterbrach der Baron seinen Kammerherren. „Iserion und zwei meiner Knappen werden mich begleiten. Mein treuer Freund Tybald wird mein Schwertarm sein.“

„Mit Verlaub, ist dieser nicht selber noch jung an Jahren und unerfahren im Kampfe?“

„Du meinst so wie ich? Tybald hat vergangenen Mond seine Schwertleihe erhalten. Er ist nun ein wahrhafter Waldsteiner Ritter. Ich möchte ihn bei dieser besonderen Angelegenheit um mich wissen.“

„Verzeiht, Herr, ich wollte nicht anmaßend klingen.“ Meister Jondrean verbeugte sich sich im Schnellschritt.

„Nichts für ungut, treuer Freund, ich bin mir sicher du wolltest nur mein Bestes.“

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Auf dem Burghof warteten die Knappen erwartungsvoll auf ihren Schwertvater, als dieser schließlich schnellen Schrittes aus dem Palas geschritten kam. Auch die anderen Reisegefährten des Barons und seine Gemahlin hatten sich hier versammelt.

„Tybald, Iserion, ich freue mich auf eure Begleitung.“ Der Baron schloss beide in seine Arme und wandte sich dann zu den Knappen. „Ich weiß, ich bin kaum Älter als ihr und dennoch folgt ihr mir loyal. Zwei von euch werde ich mit auf meine Reise nehmen.“ Er blickte in die Runde.

Rohaja, Esmer, Leuhelm und Theria blickten mit großen Augen zum Baron auf.

„Rohaja die Ungestüme und Esmer die Bedachte, ihre beide werdet mich begleiten. Leuhelm und Theria, euch beiden kommt derweil die Aufgabe zu meine liebe Frau Gemahlin mit eurem Leben zu beschützen! Auch das gehört zu den ritterlichen Aufgaben.“

Rohaja und Esmer wirkten überglücklich. Wirkten Leuhelm und Theria auch erst enttäuscht, waren es die wahrhaften Worte ihrer Schwertvaters die sie auf ihre Pflichten besannen.