Auf den Spuren des entrückten Königs Alrik - Göttliche Zuwendung

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an Ihro Gnaden
 
 
 
 
Als einfache derische Diener der Zwölfgöttlichen erbitten wir den Segen der göttlichen Geschwister und ihrer Geweihtenschaft für eine Queste, die anzutreten eine Gemeinschaft aus gläubigen und ehrfürchtigen Menschen sich anschickt.

Wir, die wir uns Garetischer Bund der Ritter in Angedenken des tugendhaften Königs Alrik heißen und in persona der Organisation die Baroness Iralda von Ochs zu Bärenau, meinem guten Vetter Leuward von Schallenberg und mir, sowie weitere Männer und Frauen von Stand und gutem Leumund, so zu nennen ich die Ehre habe Dankraul von Krolock, Berulf von Hirschfurten und Nerea von Streitzig, schicken uns an um auf den Spuren unseres Vorbildes, des großen Kaisers und Königs Alrik des Großen zu wandeln und zu seines Ruhmes Glanz und unserer Seelen Prüfung ein Artefakt zu suchen und zu finden, dass Zeugnis ablegt von seiner Regentschaft.

Uns wurden gewichtige und ernstzunehmende Beweise für die Existenz eines Gegenstand aus seinem direkten Besitz vorgelegt, die davon sprechen, dass ihm dieser Gegenstand einst in den heißen Tulamidenlanden gestohlen wurde und noch heute dort verblieben ist, kurz bevor der Herr des Neuen Reiches aus dieser Welt entrückt wurde. Es heißt gar es wäre der Panzerhandschuh seiner unüberwindlichen Rüstung gewesen, die rechte Faust mit der er wohlfeil über das Reich gebot mit Strenge, Gerechtigkeit und Weisheit.

So bitten wir, ehrwürdige Damen und Herren, um den Segen der Götter und würden tiefste Dankbarkeit mit auf die Reise nehmen, deren Beginn im Ingerimm 1034 nach Bosparans Fall liegen soll, wenn ihr uns Hilfe gewähren wolltet dabei. Kein Rat und keine Tat wäre zu gering für unser Anliegen, da ihr gewiss auch die Tragweite erkennen mögt, die darin liegt ein Artefakt zu bergen, dessen Träger ein Symbol an Ordnung und Kraft im Reich wider Gefahren und Finsternis gewesen ist und auch noch heute ein tugendhaftes Vorbild ist.

Wir erbitten Praios Schutz, im Schein dessen gleißenden Auges wir reisen werden.
Wir erbitten Rondras Stärke als Ritter im Kampf wider die Gefahren, die lauern im Süden.
Wir erbitten Efferds milden Atem, dass sein Segen unserem Schiff eine schnelle und sichere Fahrt gewähre.
Wir erbitten Travias wärmendes Feuer, die uns in der Fremde sichere Einkehr gewähren möge.
Wir erbitten Borons sanften Schlaf, der uns Erholung und Kraft für die Reise gibt.
Wir erbitten Hesindes vollendete Weisheit, um die Rätsel zu lösen, das Artefakt zu bergen.
Wir erbitten Firuns scharfes Auge, der uns Jägern des verlorenen Schatzes auf die richtige Fährten lenkt.
Wir erbitten Tsas friedvolle Hand, die unseren diplomatischen Geist erhellen möge.
Wir erbitten Phexens listigen Geist, um die Gefahren auch mit dem Geschick des göttlichen Fuchses zu überwinden.
Wir erbitten Peraines heilenden Möglichkeiten, auf dass keiner der Gefährten erkranke.
Wir erbitten Ingerimms fertigende Kraft, auf es nicht mangele an körperlichem Geschick die Fährnisse zu meistern.
Wir erbitten Rahjas liebliches Lächeln, die uns stets an die Freuden des Lebens erinnern möge, so dass wir nicht verzagen.
 
 
 
 
Felan Rondrik von Schallenberg-Streitzig
Baron von Puleth
Ritter Hartsteens

im Peraine 1034 BF

Etwas außer Atem stieg Edorian die wenigen Stufen zur Pforte seines Elternhauses in der garether Weststadt empor und blieb einen kurzen Augenblick vor der Tür stehen, um Luft zu holen. In den drei Monaten seit seiner Rückkehr hatte seine Kondition wirklich nachgelassen, wenn ihn schon der stramme Marsch von Tempelhöhe hierher erschöpfte.

Er atmete noch einmal tief durch, bevor er den linken Flügel des Portals aufstieß und die Eingangshalle mit ihrem grün-weiß geschachten Marmorboden und den holzgetäfelten Wänden betrat. Er hatte sich noch vor Kurzem so sehr gefreut wieder hier zu sein. Nun rief ihn der göttliche Nandus aufs Neue in die Ferne. Während er kurz unschlüssig verharrte und überlegte, wo er seine Mutter zuerst suchen sollte, erschien ihr Hausdiener Travin, offenbar auf den Lärm in der Eingangshalle aufmerksam geworden, aus dem Küchentrakt. "Ah, ihr seid zurück, hoher Herr! Wie waren die Studien? Kann ich euch vielleicht etwas..." "Nein danke Travin, jetzt nicht. Wo finde ich meine Mutter?", unterbrach ihn Edorian - etwas barscher als eigentlich beabsichtigt. "Nun ja, wie ihr wünscht. Lass mich überlegen. Ah ja! Eure Mutter dürfte sich mit eurer Tante im Studierzimmer befinden." "Danke Travin!" Edorian war schon halb die Treppe zum ersten Stock hinauf. Der alter Hausdiener blickte ihm kopfschüttelnd hinterher. Sicher hatte der junge Herr wieder irgendetwas ausgegraben.

Yelinde sah irritiert von den vor ihr liegenden Plänen auf, als die Tür aufgestoßen wurde und ihr Sohn etwas außer Atem das Studierzimmer betrat. Er hatte diesen Zug im Gesicht, den er schon als Kind immer hatte, wenn er ihr stolz einen besonders kniffligen Satz aus dem Bosperano übersetzte, an dem er längere Zeit gesessen hatte. "Mutter, ich muss mit der sprechen! Hier lies." Noch etwas fahrig reichte Edorian ihr eine Wachstafel, auf die er für seine Verhältnisse sehr sorglos etwas abgeschrieben hatte. Während sie zu lesen begann, beugte sich Daria Hesindiane neugierig über ihre Schulter. "Als einfache derische Diener...", begann sie zulesen. Als sie geendet hatte, war ihr klar, dass die wenigen Monde, die sie ihren Sohn nun um sich gehabt und in denen er ihr bei der Planung des Stiftes geholfen hatte, nun vorüber waren. Daria schmunzelte.

"Mutter ich muss an dieser Expedition teilnehmen!"...