Armenzug - Greifenfurter Gaben

Aus GaretienWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Praiadne war die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Zu Gast bei ihrem Bruder Greifwin Treuherz Keilholtz beäugte sie den Armenzug des Dreischwesternordens, der die Reichsstraße passierte und in der Reichsstadt Eslamsroden Einkehr fand.

Die junge Baronsgattin zückte Feder, Blatt und Tinte und berichtete aufgeregt ihrem Gatten Ardo von Keilholtz, der im fernen Kressenburg sicher davon nichts mitbekommen hatte. Es war für eine von Orküberfällen geplagte Greifenfurterin Ehrensache, den Bedürftigen zu helfen.

Ein jeder Märker erinnerte sich noch an den letzten Orkenzug und deren Verwüstung. Wie schlimm muss es erst den Hartsteenern gehen, wenn nicht nur Orks sondern Dämonen und deren Diener das Werk des Schreckens angerichtet haben müssen, sinnierte die junge Baronin.

Während der Zug Station machte, preschte der beauftragte Botenreiter über die maroden Straßen der Mark. Hier fehlte das Geld des Kaiserreiches, doch alle hofften auf Besserung, wenn erst mal Haffax besiegt werden würde.

Der Reiter, eilends unterwegs, erreichte nach einigen Tagen Kressenburg. Von der Begeisterung seiner Frau angesteckt, schrieb Ardo von Keilholtz weitere Briefe und sandte sie sternförmig durch die Mark. Währenddessen sammelte er Spenden und Gaben zusammen und fuhr mit einigen seiner Gefolgsleute und Untertanen, darunter auch der Perainegweihte Roderich von Keilholtz und der Traviageweihte Travhelm von Keilholtz gen Greifenfurt, in die Hauptstadt. Wie er, so standen ihm seine Baronsfreunde in Wohltätigkeit und Nächtenliebe kaum nach. Unfassbar, und für die Hartsteener äußerst überraschend, spendabel zeigten sich die ebenso von Kriegszügen gebeutelten Greifenfurter. Felan Rondrik von Schallenberg dankte im Namen der Beteiligten und der Spendenempfänger dem Kressenburger dafür ebenso überschwenglich wie für das symbolträchtige Geleit greifenfurter Ritter, bestehend aus Alwin von Kieselholm, Eldwin von Korbronn und Hagen von Hartwalden-Hartsteen, die den Armenzug auf dem weiteren Weg begleiteten.

Der Zug folgte dem Ruf nach Greifenfurt, wo die Geweihten der drei Kirchen der TRAvia, PERaine und TSA um den Abt Owilmar von Schroeckh einen groß angelegten Göttinnendienst abhielten, der den Bürgern der Greifenstadt aufgrund seiner Größe und tiefen Ergriffenheit seiner Zuhörer wohl lange in bester Erinnerung bleiben würde.