Alte Post - Heimatgefühle

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Die Monde des tiefsten Winters waren vorüber als Bardo nichts mehr hielt und er sich auf den Weg in die Heimat seines Herzens begab. Sein Wunsch war nichts Ungewöhnliches und angesichts der vielen Götterläufe die er in Reichsforst gelebt hatte, mehr als verständlich. Es war noch immer kalt, aber das Wetter spielte soweit mit, dass Bardo und sein Page Gildor reisen konnten. Sie hätten über die Reichsstraße gen Grambusch und dann gen Luring weiterreiten können, doch stattdessen zogen sie es vor über die kleineren Wege der Halsmark bis Ackbar um dann weiter zu reiten. Bardo hatte Pflichten gegenüber seinem Pagen, seinem Enkel, dem er für sein weiteres Leben das notwendige Rüstzeug mitgeben wollte und den er Schützen musste. Auf dieser Reise würde ihn Gildor noch begleiten dürfen, später aber würde er ihn in die fürsorglichen Hände seines Neffen geben – wenn auch in unmittelbarer Nähe zur Brache, wäre der Bursche dort sicherer als bei ihm.

Als Ritter und Page das Tor der Stadt Luring durchritten, fühlte sich Bardo sofort wieder zu Hause. Noch gut konnte er sich daran erinnern, wie Graf Danos damals die Meister der Stadt auf die Knie zwang und dazu brachte ihm die Schlüssel der Stadt zu übergeben. Die Ausstrahlung des Grafen hatte sie dazu genötigt, freiwillig ihren Status als freie Reichsstadt aufzugeben und wieder das Knie vor dem Grafen zu beugen. Kaum in der Stadt angekommen, suchten sie sich eine angemessene Unterkunft – wobei Bardo darauf achtete keinen der üblichen Treffpunkte von Dregos lausiger Bagage auszuwählen.

Nachdem sie ihr Zimmer bezogen hatten, führte Bardo seinen Pagen durch die Stadt seiner Kindheit, seiner Jugend und seines Erwachsenenlebens. Der alte Ritter wollte dass sein Enkel Luring kennen lernte, wie er es kannte und liebte. Mit seinen neun Lenzen nahm Gildor all die neuen Eindrücke mit, vor Staunen, weit aufgerissenen Augen in sich auf. Zugleich hatte der Rundgang den Vorteil das Bardo direkt vor Ort einige Neuigkeiten aufschnappen konnte.

Besonders hellhörig wurde er, als er zufällig erfuhr dass der junge Adhemar bereits vor anderthalb Götterläufen vom Grafenhof verschwunden ist. Über die Umstände des Verschwindens musste er unbedingt mehr erfahren, hatte jemand den Jungen in Sicherheit gebracht oder hatten ihn die Jünger des Rattenkindes aus dem Spiel genommen?

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Texte der Hauptreihe:
K4. Heimatgefühle
K7. Flucht
Tsa 1042 BF
Heimatgefühle
Aufschlussreiche Zeilen

Kapitel 4

Zugestellt
Autor: Vairningen