Tal der Kaiser

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Politik:
Obrigkeit:
Deuter Bishdariels Aurol Junavero am Buche
Infrastruktur:
Klöster:
Tal der Kaiser (0 EW)
Tempel:
, Boron (Grabstätte der Kaiser seit den Eslamiden)
Schreine:
Golgari
Briefspiel:
Ansprechpartner:
unbespielt
Kennziffer:
Gar-V-01(Heg)(Heg)(Heg)

»Sie herrschen in Gareth und liegen im Grund.«
—Sprichwort aus Eslamsgrund

Fünf Meilen östlich der Reichsstraße in einem Talkessel liegt die Ruhestätte der Kaiser. Eine gepflasterte Prozessionsstraße durchzieht das Tal bis zur Stadt Eslamsgrund. Daneben stürzt ein kleiner Bach in mehreren Stufen hinab und windet sich zwischen den einzelnen Grabstätten hindruch, um schließlich im Westen in einer Felswand zu verschwinden.

Pappeln und Boronsweiden säumen Straßen und Wege, Nachtschattensträucher blühen schwarz, und selbst einige Ebenholzbäume gedeihen in der geschützten Niederung. Überall lassen sich Raben sehen, deren Gekrächze einen immerwährenden Totenchor für die verstorbenen Potentaten - und eine Mahnung an die Endlichkeit des Seins, und sei es noch so mächtig gewesen.

Das Tal wurde von Eslam von Almada zur Grablege seiner Familie bestimmt, um ein Zeichen der ‘Neuen Zeit’ zu setzen und um die alte Begräbinstradition dieses Ortes zu ehren. Mit Ausnahme Kaiser Alriks, der verschollen ist, Eslams IV. und Retos (die sich in Gareth im Tempel des Lichts bestatten ließen) haben seitdem alle Kaiser und deren nahe Verwandte hier ihre letzte Ruhe gefunden.

Insgesamt finden sich hier die Grabstätten folgender Kaiser: Eslam I. (im eslamidischen Baustil), Tolak, Eslam II. (für Alrik errichtet und dann von seinem Nachfolger übernommen), Eslam III. (in gedrungenem, altbosparanischem Stil mit vielen Gargylenfiguren), Bodar I. (eine größtenteils zwergische Arbeit), Bodar II. (verschachtelt und mit vielen Trophäen angefüllt), Eslam IV. (leer), Eslam V.(mit Minaretten, Fensterdurchbrüchen und kleinen Kuppeln bestückten Rundanlage), Valpo (in einem alten Quittenhain, das Gebäude selbst ist mit Weinreben überrankt, viele rahjagefällige Statuen), Barduron (ein schlichter und finsterer Bau), Perval (ein fast würfelförmiges Monument, dessen Vorraum mit Waffen und Rüstungen angefüllt ist), Bardo (leer, der Aufenthaltsort seiner Gebeine ist unbekannt), Cella und Reto (schmucklos, im helaischen Stil, leer). In der komplexen, zwölfeckigen Gruft von Reichsbehüter Brin fanden auch zahlreiche Adlige und Helden der Dritten Dämonenschlacht ihre letzte Ruhe. Im Rondra 1029 BF wurde der zurückgekehrte Kaiser Hal in einer prächtigen Prozession zu Grabe getragen; seinem ewigen Widersacher Answin von Rabenmund gewährte Kaiserin Rohaja die letzte Ruhestätte neben dem Sarkophag Hals, auch wenn Answins Leib selbst als verschollen oder zerstört gilt. Gerüchtweise soll er in der Mark Greifenfurt bestattet worden sein.

Trotz unterschiedlicher Baustile ist allen Gebäuden gemein, dass ein weit geöffnetes Portal (das symbolisieren soll, dass die Kaiser sich selbst nach ihrem Tod noch eine Pforte zurück ins Leben offen halten) in eine Vorhalle führt, in der Leben und Werk des jeweiligen Kaisers dargestellt sind. Dahinter finden sich, durch schwere Türen gesichert, die Grabstätten von Bediensteten oder Anverwandten, während die Kaisergrüfte allesamt unterirdisch liegen.

Weiterhin gibt es noch etwa zwei Dutzend kleinerer Grüfte, in denen entfernte Verwandte der Eslamiden, aber auch verdiente Kanzler und Marschälle ihre letzte Ruhe gefunden haben (so etwa Randolph von Rabenmund, der berühmte Staatsmann und Autor von Der ringende Herr).

Im Haus des Schweigens (einen kleinen, im klassischen Stil gehaltenen Boron-Tempel) am Ende des Tals wachen ein Deuter Bishdariels, Seine Exzellenz Aurol Junivero am Buche, und drei Diener Golgaris über die Gräber der Monarchen. Einige Zeit - während der Separation Almadas - wachten auch Soldaten des Leibregiments Kaiser Selindians über das Tal, da der Puniner Herrscher ein frommes Interesse an alten Gebeinen hatte und regionalen Einfluss geltend machen wollte. Im Konflikt um die Kaiserkrone des Mittelreichs klammerten Rohaja und Selindian Hal von Gareth das Tal aus Ehrfrucht vor Boron und den Ahnen aus. Im Ingerimm 1034 BF wurde Selindian Hal hier beigesetzt.

Das ehemalige Ordenshaus

Seit der Gründung des Tals der Kaiser vor über 400 Jahren fanden sich immer junge Borongläubige aus dem Adel, die an den Kaisergräbern die Ehrenwache oft auch Jahrzehnte lang vollführten. Irgendwann zur Zeit der Eslamiden müssen diese dann auch den garetischen geheimen Bund von der Kaiser Ruh gegründet haben, der bis zum Auftreten der Golgariten eine große Popularität im Land sowie Hochadel des Reiches besaß. Dieser Bund (dem wahrscheinlich auch der erste Komtur angehörte) schloss sich relativ schnell den Golgariten an und so wurde, noch vor der Einrichtung der garetischen Speiche der damalige geheime Meister des Bundes, Lüdegast von Quintian-Quandt, zum Landmeister des Tals ernannt. Wenig später schon begann die Umwandlung der Mitglieder in eine Schwinge, die in Erinnerung an den aufgelösten Bund Schwinge Kaisersruh getauft wurde.

Im Zuge der Gegebenheiten, die das Mittelreich im Jahre 1028 BF erschütterten, wurde das Ordenshaus aufgegeben. Fortan übernahm die Wacht am Tal der Kaiser die "Die letzte Garde" genannte Ehrenschwadron aus dem Leibregiment des Königs Selindian Hal v. Gareth "Eslam von Almada". Da die Schwinge Kaisersruh seitdem nur zu Teilen in die garether Schwinge Boronsfeld aufgegangen ist, ist zu vermuten, dass der Bund von der Kaiser Ruh wieder ins Leben gerufen wurde, während die restlichen Golgariten 1030 BF den Truppen der Rabenmark zugeschlagen wurden.

Chronik des Tals der Kaiser

Wappen Mittelreich.svg Rah 645 BF
Kaiser Eslam wird als erster Kaiser im Tal der Kaiser beigesetzt
Wappen Haus Gareth.svg 1. Pra 665 BF
Nach Fertigstellung des Nasuleums wird Kaiser Tolak im Tal der Kaiser beigesetzt
Wappen Mittelreich.svg Eff 692 BF
Fertigstellung des Nasuleums für Kaiser Alrik, das er nie nutzen würde
Wappen Haus Gareth.svg 728 BF
Beisetzung Kaiser Eslams II. im ungenutzten Nasuleum seines Vorgängers
Wappen Haus Gareth.svg 747 BF
Beisetzung Kaiser Eslams III. im Tal der Kaiser
Wappen Haus Gareth.svg 768 BF
Fertigstellung des nie genutzten Nasuleums für Kaiser Eslam IV.
Wappen Haus Rabenmund.svg Ing 799 BF
Beisetzung des Reichskanzlers Randolph von Rabenmund im Tal der Kaiser
Wappen Haus Gareth.svg Tsa 809 BF
Beerdigung des Kaisers Bodars des Kahlköpfigen im Tal der Kaiser
Wappen Haus Gareth.svg Eff 811 BF
Grablegung von Kaiser Eslam V. im Tal der Kaiser
Wappen Haus Gareth.svg Bor 902 BF
Orgien und ausgelassene Feste begleiten die Beisetzung Kaiser Valpos im Tal der Kaiser
Wappen Haus Mersingen.svg Per 930 BF
Beisetzung von Barduron im Tal der Kaiser
Wappen Haus Gareth.svg 12. Pra 949 BF
Grablegung Kaiser Pervals im Tal der Kaiser
Wappen Haus Gareth.svg 991 BF
Fertigstellung des Nasuleums für Kaiser Reto, das jedoch ungenutzt blieb.
Symbol Boron-Kirche.svg 30. Bor 1019 BF
Aurol Junavero am Buche übernimmt die Leitung des Boron-Heilgtums im Tal der Kaiser.
Wappen Golgariten.svg Tsa 1020 BF
Die Golgariten öffnen ein Ordenshaus am Boron-Tempel im Tal der Kaiser und übernehmen die Wacht über die kaiserlichen Grablegen
Wappen Haus Gareth.svg 5. Rah 1021 BF
Beerdigung der ehemaligen Kaiserin Cella im Tal der Kaiser
Wappen Graeflich Eslamsgrund.svg Bor 1027 BF
Asfalia de Lana vollendet den Bau der Gruft für den Reichsbehüter. Brin von Gareth wird im Tal der Kaiser beigesetzt.
Wappen Golgariten.svg Tra 1028 BF
Die Golgariten geben das Ordenshaus im Tal der Kaiser auf.
Wappen Haus Gareth.svg 22. Ron 1029 BF
Kaiser Hal wird im Tal der Kaiser beigesetzt - an seiner Seite der Gegenkaiser Answin von Rabenmund
Wappen Haus Gareth.svg 21. Ing 1034 BF
Der selbsternannte Kaiser Selindian Hal II. findet in dem von ihm als heiligen Ort verehrten Tal der Kaiser seine letzte Ruhe.,