Fragen an die Geschichte

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1000 Jahre Geschichte, 1000 Geschichten! Garetien steckt voller spannender Geheimnisse aus alten Tagen und sinnstiftender Legenden.

Die Urzeit ist uns nur durch Märchen überliefert, deren wahrer Kern ungewiss ist.

Die Herrin Hesinde, die uns die Wissenschaft der Geschichtsschreibung lehrte, gab uns die Ratio, den unklaren Nebel zu teilen und den Blick auf die Wahrheit zu tun!

Warum die Garetier, und die Menschen aus Hartsteen im besonderen, einen stillen Groll gegen ihre Nachbarn aus Darpatien hegen, beantwortet nur der Blick auf die Geschichte.

Hier sei gesammelt, welche Geschichten die Garetier zu dem Völkchen machen, die sie sind, im Herzen des Reiches!

Ludeger vom Prutzenbogen, reisender Hesindegeweihter

Königreiche Luringen, Meraldur und Korgond

Die Zeiten waren finster und vergessen sind die Historien nach der ersten Dämonenschlacht vor Gareth. Kein Geschichtsschreiber hat fixiert, was geschehen ist und wer über die Lande herrschte. Geblieben sind nur Märchen und Legenden über verschwundene Königreiche, von denen niemand weiß, ob sie je real existierten.

Wann die Sage des Königreichs Luringen aufgekommen ist, weiß niemand mehr zu sagen. Die Familie der Grafen des Reichsforstes berufen sich auf diese Mär und leiten ihren Ursprung aus jenen Tagen her. Ob dies gewiss ist, darüber geben keine Dokumente mehr Auskunft.

Nur Namen sind geblieben von den zwei Reichen, die einst tausende von Krieger gegeneinander in den Krieg geschickt haben sollen. Mit einer Rittermacht von tausend stattlichen Rittern und zehntausend Knappen und Knechten überfiel einst Korgond den Nachbarn Meraldur. Die Namen einzelner Recken nennt man noch heute in unterschiedlichsten Teilen Garetiens; von den drei edlen Brüdern Krynthar, Karnoth und Keysilhor singen epische Lieder, die unbekannte Dichter einst in der Rohalszeit am Hofe vortrugen.

Bodars Reformen

Als Kaiser Raul die Zinnen von Bosparan berannte, war das Herzogtum Darpatien bereits Geschichte. Seine Herzöge hielten treu zum Horasiat und stellten sich gegen das Garether Bürgerheer. Die Herren von Rommilys unterlagen und der neue Kaiser des Hauses Gareth, der fortan sein Reich mit großem Tross bereiste und Krieg führte, wo die neue Herrschaft auf Widerstand stieß, gliederte das einstigen Königreich Rommilys, das Yarum-Horas im Jahr 440 BF zum Herzogtum gestutzt hatte, in das Königreich Garetien ein.

800 Jahre lang waren die Garether, Reychsforster und Hartsteener Brüder und Verbündete der Rommilyser, Wehrheimer und Beilunker. Das Reich wandelte sich, Gareth wuchs unaufhaltsam zur Goldenen Metropole heran, die alle anderen Länder und Städte mit seinem Glanz in den Schatten stellte. Die Kaiser hielten immer häufiger Hof in Gareth und schließlich ließen sie sich dort nieder.

Kaiser Bodar im Jahr 792 BF musste dringend nötige Reformen erlassen und gab diese in die Hand seines Vertrauten Randolph von Rabenmund, der alles nach Wunsch des Kaiser ordnete und Garetien in der Mitte zerschlug. Er widerbelebte die Geschichte des einstigen Darpatiens und überzeugte den Kaiser, dass das Reich stärker würde, wenn er als Fürst über Darpatien herrsche. Und so entstand nach 800jährigem Schlaf zum zweiten Male Darpatien.

Reichsacht über Graf Rondrasil

Das Ende des Dynastie Hartsteen in der einst ersten und größten Grafschaft Garetiens wurde eingeläutet durch die Erklärung der Reichsacht über Graf Rondrasil. Der Reichsverweser, Graf von Perricum und Reichsmarschall Tedesco von Perricum hatte Rondrasil zum Herzog von Tobrien ernannt, nachdem Kunibrand von Ehrenstein sich selbst zum Kaiser ausgerufen hatte. Rondrasil lehnte entrüstet ab und fiel in Ungnade.

Doch offensichtlich war es ein abgekartetes Spiel und Intrige, hinter welcher der Geismar von Quintian-Quandt, der geheime Berater Graf Tedescos stand. Immense Zahlungen seien geflossen und Absprachen getätigt worden, und erst vor kurzem fielen längst vernichtet gedachte Dokumente wieder auf, die diesen Verrat am Grafen von Hartsteen belegen. So trat am Reichstag in Weidleth im Jahre 1031 BF die Familie Hartsteen vor das Reichsgericht und forderte die Widerherrstellung des zu Unrecht geschändeten Namens ihres Vorfahren und Ahnens.