Der neue Staatsrat

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Zum Jahreswechsel 1030/31 BF soll ein neuer Staatsrat ernannt werden - das hatten die Spatzen von den Dächern gepfiffen, die Höflinge einander ins Ohr geraunt und sogar die Waschweiber am Gardel beschwatzt. Wenig Entscheidungen dieser Tage bekamen so viel Aufmerksamkeit von den Garetiern - vor allem den Blaublütigen unter ihnen. Denn was bedeuete ein neuer Statsrat schon?

Eine Menge: Er ist die Stimme der Königin, das Zünglein an der Waage; er kann auf den Podest der Schande stellen oder anderen ehrend erhöhen; er kann Gelder zuweisen und nehmen; er kann Lehnseide an der Krone statt abnehmen - und mit Bedingungen versehen, die ganz in Ihrem, der Königin Sinne, sind. So jedenfalls hatte es der letzte Staatsrat, Praiodan von Luring, gehandhabt - und da bei Macht und Ansehen errungen.

Von dieser Macht und diesem Ansehen würde auch der neue Staatsrat profitieren. Und mit ihm seine Partei. Denn seit dem unrühmlichen Jahr des Feuers waren in Garetien alte und neue Parteiungen aufgebrochen, die sich kreuz und quer wie Risse durch das Land zogen und Gruppen von Adligen feindlich gegenüber stehen ließ. Vielen - gerade den Unpolitischen - war das noch nicht einmal klar geworden: dass sie nänmlich neuerdings Partei seien! All das wird die Bestimmung des Staatsrates offen legen, wird die Parteiungen zur Reaktion zwingen, wird jeden Einzelnen zur Reaktion zwingen - mindestens aber zu der Frage:

Warum dieser?